Arbeiten 4.0

13:24 16 Juli in Arbeitsrecht WP

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat unter dem Titel „Arbeiten 4.0“ ein sogenanntes Grünbuch veröffentlicht, mit welchem ein Fortschrittsdialog angeregt werden soll.

Nach dem Plan des Ministeriums soll das Grünbuch zu einem Weißbuch führen, welches bis zum Ende des Jahres 2016 veröffentlicht werden soll. Dieses soll dann konkrete Handlungsoptionen für die Arbeitswelt in der digitalen Revolution herausarbeiten. Eine konkrete Definition für „Arbeiten 4.0“ existiert indessen noch nicht und auch das Ministerium lässt diese finale Klärung offen.

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Video-Link: https://youtu.be/UofZRygp-cw?list=PLvBN33nzmM3T2UhJiyvWZzMWuxPMDorpN

Vor dem Hintergrund des Mottos der diesjährigen Hannover-Messe „Industrie 4.0“ wird man mit „Arbeiten 4.0“ Schlagworte wie Digitaler Wandel, crowd-working, Entgrenzung der Arbeit, Familienarbeitszeit oder Wissensgesellschaft in Verbindung setzen dürfen.

Es gilt, arbeits- und sozialgesetzliche Regelungen an die neuen Anforderungen des digitalen Zeitalter und modernen Arbeitslebens auch unter Berücksichtigung des demographischen Wandels anzupassen.

Diesen Anforderungen und Anpassungsbedürfnissen darf auch HR sich nicht verschließen, denn die laufenden Trends in IT und Technik führen zu deutlichem Anpassungs- und Modernisierungsbedürfnissen in der Personalarbeit.

Veränderungen

In vielen Berufsgruppen werden sich durch die digitale Revolution tiefgreifende Veränderungen in den entsprechenden beruflichen Umfeldern ergeben.

Vor dem Hintergrund rückläufiger Entwicklungen im Angebot an qualifizierten Fachkräften, werden sich Notwendigkeiten zur möglichst schonenden Nutzung der vorhandenen Fachkräfteressourcen aufzwingen, wobei gerade ältere Fachkräfte in ihrer Beschäftigungsfähigkeit so lange wie möglich erhalten bleiben sollten.

Gleichzeitig müssen sich Unternehmen und hier vor allem die HR-Abteilungen mit der Herausforderung auseinandersetzen, junge Fachkräfte anzuwerben und möglichst langfristig an das Unternehmen zu binden.

Diese diametralen Zielsetzungen stellen eine der wichtigsten Aufgaben für HR dar, beeinflussen und definieren sie doch die personelle Qualifizierung und Zusammensetzung der gesamten Unternehmensorganisation.

Ausblick

Vor dem Hintergrund von Arbeiten 4.0 sind HR-Entscheider bereits jetzt aufgerufen, sich Gedanken über die Arbeitswelt von morgen zu bilden und im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgerufenen Dialogs den bisher hohlen Begriff „Arbeiten 4.0“ mit Inhalten zu füllen.

Sie sollten sofort beginnen, gemeinsam mit dem Management eine zukunftsfähige HR-Strategie zu definieren und die entscheidenden Veränderungen umzusetzen.