Data-Governance-Richtlinie

20:31 10 August in Big Data

Kernfunktion eines Data Management Frameworks ist Data Governance, welche mit sämtlichen übrigen Data Management-Funktionen interagiert und diese beeinflusst.

Eine effektive Data Governance ermöglicht die volle Ausschöpfung des wirtschaftlichen Werts von Daten und ist von entscheidender Bedeutung für die Erhaltung der Datenqualität, die Anpassungsfähigkeit des Systems und die Skalierbarkeit.

Data Governance steht in grundsätzlichem Zusammenhang mit der IT-Governance im Unternehmen.

Die IT-Governance regelt die Ausrichtung und Steuerung der IT im Unternehmen im Hinblick auf die Zielrichtung einer Optimierung von Geschäftsprozessen und Minimierung von Risiken.

Damit gewährleistet die IT Governance ein effektives Management der IT und stellt zudem Kontrollmechanismen sowie messbare und nachvollziehbare Regeln bereit.

Vor dem Hintergrund einer Vielzahl von täglichen Zugriffen diverser Abteilungen auf Unternehmensdaten und der involvierten komplexen technischen Umgebungen ergibt sich die Notwendigkeit eines integrierten und unternehmensweiten Ansatzes für eine entsprechende Data Governance.

Diese dient der Sicherstellung der Qualität, Performance, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit der unternehmenseigenen Informationssysteme.

Data Governance begründet und pflegt die Zusammenarbeit von unternehmensinternen Geschäftseinheiten auf Basis fest vereinbarter Richtlinien, Standards und Metriken für  den Umgang mit Daten und Informationen.

Mit einer Data-Governance-Richtlinie werden schriftliche Vorgaben für die ordnungsgemäße Verwaltung von digitalen Daten in einem Unternehmen erlassen.

Eine Data-Governance-Richtlinie kann dabei auch Richtlinien für ein Business Process Management (BPM), das Enterprise Risk Planning sowie für Datenschutz, Datenqualität und Sicherheit umfassen.

Dabei beschreibt eine Data-Governance-Richtlinie wie unternehmensintern die Einheitlichkeit, Sicherheit und Zugänglichkeit von Daten sowie deren ordnungsgemäße Speicherung sichergestellt werden kann.

In einer Data-Governance-Richtlinie werden die personellen Verantwortlichkeiten in Bezug auf Daten und Informationen, wie auch die Art und Weise von deren Verwaltung definiert.

Data-Governance-Richtlinien dürfen in Anbetracht fortlaufender technischer Innovationen dabei niemals statisch manifestiert sein. Vielmehr müssen sie regelmäßig an neue oder veränderte Anforderungen angepasst werden.

Eine funktionierende Data-Governance führt zu einer optimierten Datenqualität und verringert entsprechende Kosten für die Qualitätssicherung im Rahmen  komplexer Datenprojekte.

Die gewonnene höhere Qualität von Metadaten und Datendokumentation verbessert die Genauigkeit von Ergebnissen, verringert Anlaufzeiten und beschleunigt somit die „Time-to-Market“.

Business Process Management (BPM) Suiten

Eine Business Process Management (BPM) Suite beschreibt eine systematische Methode zur effektiveren Gestaltung von Geschäftsprozessen in Unternehmen durch deren Gestaltung, Dokumentation, Implementierung, Steuerung und Verbesserung.

Geschäftsprozesse stellen Aktivitäten zur Erreichung bestimmter organisatorischer Ziele dar.

Durch eine Business Process Management Suite sollen menschliche Fehlerquellen minimiert werden, um eine Konzentration auf die originären Anforderungen und Aufgabe im Unternehmen zu ermöglichen.

Dabei bildet die Business Process Management Suite einen Teil des unternehmensinternen Infrastrukturmanagements. Diesem obliegt die Optimierung des Kerngeschäfts und des Unternehmensinventars und stellt das ein Bindeglied zwischen unternehmensinternen Abteilungen und der Unternehmens-IT dar.

Frauenhofer IESE hat insgesamt 146 zu bewertende Anforderungen definiert, die in folgende elf Kategorien konsolidiert wurden:

  • Prozessmodelierung
  • Prozessumsetzung
  • Integration von Systemen
  • Prozessausführung
  • Laufzeit-Management
  • Prozess-Controlling
  • BPM-Governance
  • Querschnittliche Qualität ( Robustheit)
  • Administation
  • Set up und
  • Entwicklungsbasis ( zum Erstellen eigener Lösungen )
Business Process Execution Language (BPEL)

Für die Kommunikation zwischen der Unternehmens-IT und anderen Abteilungen wurden zwei spezielle Sprachen geschaffen, die Business Process Execution Language (BPEL) und die Business Process Management Notation (BPMN)

Bei der Business Process Execution Language handelt es sich um eine XML-basierte Sprache zur Beschreibung von Geschäftsprozessen, deren einzelne Aktivitäten durch Webservices implementiert sind.

Bei der Business Process Model and Notation handelt es sich um eine grafische Spezifikationssprache in der Wirtschaftsinformatik und im Prozessmanagement.

Beiden Sprachen ist ihre leichte Strukturierung gemeinsam, was ein Erlernen durch Personen, die über keine IT-Affinität verfügen, erleichtert.

Prozesse können zudem durch die Orientierung beider Sprachen an den Grundregeln der Programmierung sowohl in der Business Process Execution Language, wie auch in der Business Process Management Notation abgebildet werden.

Dementsprechend können Entwickler, Prozessdesigns in harte Codes übersetzen.

Der Markt bietet derzeit drei Arten von Business Process Management-Frameworks.

Horizontale Frameworks befassen sich mit Design und Entwicklung von Geschäftsprozessen, wobei die Fokussierung grundsätzlich auf der Technologie und deren Wiederverwendung liegt.

Vertikale BPM-Frameworks fokussieren sich auf einen bestimmten Satz von Aufgaben unter Nutzung vorgefertigter Templates, welche leicht konfigurieren und einsetzen lassen.

Während bisher On-Premise Anwendungen für die meisten Unternehmen die Norm war, ist das Interesse und die Nachfrage für BPM Software as a Service (SaaS) – Angebote signifikant gesteiegen. Die BPM– Kompexität wird von Anwendern nach wie vor angezeigt.