Gesellschaftsrecht

GrĂŒndung einer Gesellschaft

Im Rahmen der GrĂŒndung von nationalen oder internationalen Unternehmen sind vornehmlich unternehmensstrategische Entscheidungen in Bezug auf die Entwicklung der rechtlichen Gestaltung der Unternehmensstruktur vor dem Hintergrund einer betriebswirtschaftlichen ZweckmĂ€ĂŸigkeit zu treffen. Eine rechtliche Beratung im Hinblick auf die Auswahl der fĂŒr Ihre BedĂŒrfnisse optimalen Gesellschaftsform und Steuerstruktur sowie zu Haftungsaspekten und dem erforderlichen Nominalkapital ist hierbei unerlĂ€sslich. Vor dem Hintergrund Ihres mit der GrĂŒndung der Gesellschaft verfolgten Zwecks vermitteln wir Ihnen einen Überblick ĂŒber fĂŒr Ihre Erfordernisse in Betracht kommenden Gesellschaftsformen und begleiten Sie bei der Realisierung der entsprechenden Umsetzung. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede der verschiedenen Gesellschaftsformen auf, vermitteln Ihnen einen Überblick ĂŒber die jeweiligen Vor- und Nachteile unterschiedlicher Gesellschaftsmodelle und beraten Sie vor dem Hintergrund der europĂ€ischen Niederlassungsfreiheit dahingehend, ob gegebenenfalls Gesellschaftsformen außerhalb von Deutschland Ihren AnsprĂŒchen besser entsprechen können.

Gesellschaftsformen

Gesellschaft bĂŒrgerlichen Rechts - GbR

Bei der Gesellschaft bĂŒrgerlichen Rechts (GbR) handelt es sich um eine Personenvereinigung, die aus mindestens zwei Gesellschaftern besteht und mit der ein gemeinsamer Zweck verfolgt wird. Damit stellt die GbR ist die einfachste Form einer Personengesellschaft dar. Die GbR ist rechts- und parteifĂ€hig und kann selbst vor Gericht klagen und verklagt werden.

Vor dem Hintergrund, dass fĂŒr die GbR nur wenige gesetzliche Vorgaben bestehen, zeichnet sich diese durch eine besondere FlexibilitĂ€t aus. Viele Vorschriften im BGB betreffend der GbR sind abdingbar. Der einer GbR zugrundeliegende Gesellschaftsvertrag ist nicht formgebunden und kann somit von den Gesellschaftern frei ausgestaltet werden.

Diese Formfreiheit und FlexibilitĂ€t fĂŒhrt indessen auch zu Risiken fĂŒr die Gesellschafter, haften diese doch fĂŒr die Verbindlichkeiten der GbR neben deren Gesellschaftsvermögen auch mit ihrem Privatvermögen. Ebenso können Gesellschafter von GlĂ€ubigern im AußenverhĂ€ltnis fĂŒr die Gesamtverbindlichkeiten der GbR zunĂ€chst einzeln in Anspruch genommen werden. Wenn hier auch gesetzlich die Möglichkeit des Innenregresses gegenĂŒber den anderen Gesellschafter besteht, so beweist die Praxis hĂ€ufig, dass diese RegressansprĂŒche faktisch ins Leere laufen.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t und begleitet Sie von der GrĂŒndung einer GbR ĂŒber die Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrages und mögliche Gesellschafterwechsel bis hin zu einer gegebenenfalls umzusetzenden Auflösung der Gesellschaft. Wir zeigen Ihnen die Vorteile und Risiken der Gesellschaftsform GbR auf und gewĂ€hrleisten eine optimale Ausgestaltung der entsprechenden GesellschaftervertrĂ€ge. SelbstverstĂ€ndlich stehen wir Ihnen auch als zuverlĂ€ssiger Ansprechpartner im Rahmen des Praxisbetriebs Ihrer GbR zur VerfĂŒgung.

Offene Handelsgesellschaft - OHG

Bei der offenen Handelsgesellschaft (OHG) handelt es sich um eine Personengesellschaft, die aus mindestens zwei Personen besteht, welche gemeinsam ein Handelsgewerbe im Sinne des HGB unterhalten. Eine OHG kann aus einer GbR oder durch Beitritt in das Gewerbe eines Einzelkaufmanns hervorgehen oder neu gegrĂŒndet werden.

Mit dem Abschluss des Gesellschaftsvertrages entsteht die OHG konstitutiv im InnenverhĂ€ltnis der Gesellschafter. Der erforderliche Eintrag ins Handelsregister definiert die deklaratorische Entstehung im AußenverhĂ€ltnis.

Das HGB regelt die Rechte und Pflichten der Gesellschafter einer OHG, allerdings sind diese Regelungen dispositiv und können partiell durch den Gesellschaftsvertrag geĂ€ndert werden. GrundsĂ€tzlich sind sĂ€mtliche Gesellschafter zur FĂŒhrung der Gesellschaft berechtigt und verpflichtet. Einzelne Gesellschafter können jedoch in der GeschĂ€ftsfĂŒhrung beschrĂ€nkt oder von dieser ausgeschlossen werden, allerdings unter der EinschrĂ€nkung, dass mindestens ein Gesellschafter geschĂ€ftsfĂŒhrungsbefugt bleiben muss.

Die Gesellschafter einer OHG haften wie bei der GbR fĂŒr die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gesamtschuldnerisch und persönlich. Die Vereinbarung von entsprechenden HaftungsbeschrĂ€nkungen einzelner Gesellschafter ist nicht möglich. Zudem haften die einzelnen Gesellschafter auch nach dem Ausscheiden aus der Gesellschaft fĂŒr weitere fĂŒnf Jahre fĂŒr die Verbindlichkeiten, die bereits bei ihrem Austritt begrĂŒndet waren.

Vor dem Hintergrund der Gemengelage von zwingenden und abdingbaren Regelungen im Rahmen der Ausgestaltung eines Gesellschaftsvertrags fĂŒr eine OHG und der mit dieser Rechtsform einhergehenden Risiken empfiehlt es sich dringend, vor GrĂŒndung einer OHG adĂ€quaten Rechtsrat einzuholen.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t und begleitet Sie in allen Fragestellungen zur GrĂŒndung einer OHG. Auf Basis Ihrer persönlichen Ausgangssituation und Ihrer strategischen Ziele zeigen wir die Vorteile und Risiken der Rechtsform einer OHG auf.

Wir gestalten unter BerĂŒcksichtigung Ihrer Anforderungen einen optimierten Gesellschaftsvertrag und begleiten Sie von der GrĂŒndung der Gesellschaft ĂŒber mögliche Gesellschafterwechsel bis hin zu einer gegebenenfalls umzusetzenden Auflösung der Gesellschaft. SelbstverstĂ€ndlich stehen wir Ihnen auch als zuverlĂ€ssiger Ansprechpartner im Rahmen des Praxisbetriebs Ihrer OHG zur VerfĂŒgung.

Kommanditgesellschaft - KG

Bei der Kommanditgesellschaft (KG) handelt es sich um eine Personengesellschaft, bei der im Gegensatz zu GbR und OHG die Möglichkeiten von HaftungsbeschrÀnkungen gegeben sind.

Eine KG besteht aus mindestens einem KomplementĂ€r, welcher fĂŒr die Verbindlichkeiten der Gesellschaft persönlich und uneingeschrĂ€nkt haftet, und einem Kommanditisten, dessen Haftung sich auf eine festgelegte Haftungssumme – beispielsweise in Höhe der Einlage des Kommanditisten – beschrĂ€nkt. Die Vorschriften des BGB und HGB, welchen die KG unterliegt, weisen keine BeschrĂ€nkungen zur Anzahl der an einer KG beteiligten KomplementĂ€re und Kommanditisten auf.

Auch der Schritt zur GrĂŒndung einer KG sollte im Vorfeld auf Basis der strategischen Zielrichtung und der gegebenen Ausgangssituation der UnternehmensgrĂŒnder einer eingehenden rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Bewertung unterzogen werden. Sowohl angehende KomplementĂ€re wie Kommanditisten sollten sich ĂŒber den Umfang ihrer einzugehenden Haftungsverbindlichkeiten eingehend informieren.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t und begleitet Sie bei der Wahl einer Rechtsform und zeigt Ihnen die Vorteile, aber auch die Risiken der Gesellschaftsform KG auf.

Wir vermitteln Ihnen die rechtlichen Rahmenbedingungen fĂŒr die GrĂŒndung einer KG, arbeiten einen optimierten Gesellschaftsvertrag aus und begleiten Sie von der GrĂŒndung einer KG ĂŒber mögliche Gesellschafterwechsel bis hin zu einer gegebenenfalls vorzunehmenden Auflösung der Gesellschaft. SelbstverstĂ€ndlich stehen wir Ihnen auch als zuverlĂ€ssiger Ansprechpartner im Rahmen des Praxisbetriebs Ihrer KG zur VerfĂŒgung.

GmbH

Bei der Gesellschaft mit beschrĂ€nkter Haftung (GmbH) handelt es sich um eine juristische Person, welche mit eigenen Rechten und Pflichten ausgestattet ist. GemĂ€ĂŸ § 13 Abs. GmbHG kann sie Eigentum und andere dingliche Rechte an GrundstĂŒcken erwerben und vor Gericht klagen und verklagt werden.

FĂŒr die GmbH muss ein GeschĂ€ftsfĂŒhrer ernannt werden, welcher im Gegensatz zu vielen anderen Gesellschaftsformen nicht dem Kreis der Gesellschafter entstammen muss. Dementsprechend können auch Außenstehende diese GeschĂ€ftsfĂŒhrerposition einnehmen.

Auf Grund der vielfĂ€ltigen GestaltungsspielrĂ€ume und vor allem wegen des grundsĂ€tzlichen Ausschlusses einer persönlichen Haftung der Gesellschafter fĂŒr die Verbindlichkeiten der Gesellschaft stellt die GmbH eine beliebte Gesellschaftsform dar.

Das in die Gesellschaft einzubringende Mindeststammkapital einer GmbH belĂ€uft sich auf 25.000 EUR. GemĂ€ĂŸ § 13 Abs. 2 GmbHG haftet den GlĂ€ubigern fĂŒr die Verbindlichkeiten der Gesellschaft nur das Gesellschaftsvermögen.

Dennoch existieren auch im Bereich des GmbH-Rechts durchaus HaftungsverschĂ€rfungen, welche zu persönlichen Haftungen von Gesellschaftern oder GeschĂ€ftsfĂŒhrern fĂŒhren. So können Gesellschafter einer GmbH beispielsweise zu Schadenersatzzahlungen unabhĂ€ngig von der Höhe der Gesellschaftereinlage verpflichtet sein, wenn die Gesellschaft in vorsĂ€tzlicher sittenwidriger SchĂ€digungsabsicht agiert. GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Gesellschaften mit beschrĂ€nkter Haftung können dieser zudem gemĂ€ĂŸ § 43 Abs. 2 GmbHG im InnenverhĂ€ltnis wegen Obliegenheitsverletzungen haften.

Auch im AußenverhĂ€ltnis sehen sich GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Gesellschaften mit beschrĂ€nkter Haftung steten Haftungsrisiken ausgesetzt. Hier haften GeschĂ€ftsfĂŒhrer beispielsweise gemĂ€ĂŸ § 34 und § 69 AO fĂŒr die Verletzung steuerlicher Pflichten, gemĂ€ĂŸ § 15 a InsO bei Verletzungen von Insolvenzantragspflichten, gemĂ€ĂŸ § 266 a StGB im Falle der Vorenthaltung von Arbeitsentgelt oder der NichtabfĂŒhrung von SozialversicherungsbeitrĂ€gen und gemĂ€ĂŸ § 283 c StGB im Falle von GlĂ€ubigerbegĂŒnstigungen.

GeschĂ€ftsfĂŒhrern von Gesellschaften mit beschrĂ€nkter Haftung ist dringend zu empfehlen, sich angesichts bestehender straf-, arbeits-, insolvenz- und steuerrechtlicher Haftungsrisiken umfangreich auf diesen Rechtsgebieten anwaltlich beraten zu lassen.

Die Gesellschafter einer GmbH kommen erst in den Genuss der entsprechenden HaftungsbeschrĂ€nkungen, wenn die GmbH als solche im Handelsregister eingetragen ist. FĂŒr den Zeitraum vor dieser Eintragung gilt eine persönliche und unbeschrĂ€nkte Haftung der Gesellschafter.

Anhand dieser AusfĂŒhrungen erschließt sich, dass trotz eines ersten Anscheins von ĂŒberschaubaren Haftungsrisiken, die Gesellschaftsform der GmbH nicht ohne Bedacht und rechtliche Beratung gewĂ€hlt werden sollte.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t Sie umfassend ĂŒber die nicht unerheblichen Vorteile von Gesellschaften mit beschrĂ€nkter Haftung, aber auch ĂŒber die damit einhergehenden Risiken.

Wir begleiten Sie bei der optimalen Ausrichtung Ihrer GmbH, von der Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrages ĂŒber die GrĂŒndung und Handelsregistereintragung bis hin zu Gesellschafterwechseln und einer gegebenenfalls vorzunehmenden Auflösung.

SelbstverstĂ€ndlich stehen wir Ihnen auch als zuverlĂ€ssiger Ansprechpartner im Rahmen des Praxisbetriebs Ihrer GmbH zur VerfĂŒgung.

GmbH & Co. KG

Eine Gesellschaft mit beschrÀnkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft (GmbH & Co. KG) stellt eine Sonderform der Kommanditgesellschaft (KG) dar.

Im Gegensatz zur typischen KG handelt es sich bei dem KomplementĂ€r der GmbH & Co. KG nicht um eine natĂŒrliche Person, welche unbegrenzt persönlich haftet, sondern um eine Gesellschaft mit beschrĂ€nkter Haftung (GmbH), was im Ergebnis bedeutet, dass bei dieser gesellschaftsrechtlichen Konstruktion kein unbeschrĂ€nkt haftender Gesellschafter existiert, was zu einer Minimierung entsprechender Haftungsrisiken fĂŒhrt.

Bedingt durch den Umstand, dass die die GmbH & Co. KG nach außen von dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer der KomplementĂ€rin, also der GmbH, vertreten wird, bietet diese Gesellschaftsform zudem den Vorteil, dass auch FremdgeschĂ€ftsfĂŒhrer eingesetzt werden können. Die GmbH & Co. KG ist rechts- und parteifĂ€hig.

Auf Grund der gegebenen Besonderheiten in Bezug auf die notwendigen Eintragungen im Handelsregister , dem Erfordernis zweier Gesellschaften, deren GesellschaftsvertrĂ€ge und Strukturen aneinander angeglichen werden mĂŒssen und der Vielzahl der sich bietenden gesellschafts- und steuerrechtlichen SpielrĂ€ume empfiehlt sich im Interesse eines durchdachten Gesellschaftskonzepts bereits eine rechtliche, steuerliche und wirtschaftliche Beratung vor GrĂŒndung einer GmbH & Co. KG.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t Sie ĂŒber die vielfĂ€ltigen Möglichkeiten einer GmbH & Co. KG, damit Sie sĂ€mtliche Vorteile und GestaltungsspielrĂ€ume dieser gesellschaftsrechtlichen Konstruktion optimal fĂŒr sich nutzen können.

Wir begleiten und beraten Sie bei Ihrer Wahl der richtigen Gesellschaftsform, gewĂ€hrleisten die optimalen Ausrichtung Ihrer GmbH & Co. KG, von der Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrages ĂŒber die entsprechenden GesellschaftsgrĂŒndungen und HandelsregistereintrĂ€ge bis hin ĂŒber Gesellschafterwechsel und eine gegebenenfalls vorzunehmende Auflösung. SelbstverstĂ€ndlich stehen wir Ihnen auch als zuverlĂ€ssiger Ansprechpartner im Rahmen des Praxisbetriebs Ihrer GmbH & Co. KG zur VerfĂŒgung.

Limited Company / Ltd.

Die Limited Company (Ltd.) bezeichnet eine Gesellschaftsform, welche ursprĂŒnglich in Großbritannien und der RechtssphĂ€re des Commonwealth beheimatet war. Die Ltd. gleicht der hiesigen GmbH und erfĂŒllt Ă€hnliche wirtschaftliche Funktionen wie diese oder die einer kleinen Aktiengesellschaft.

Die Ltd. wird durch Eintragung der Gesellschaft in das britische Handelsregister (Companies House) gegrĂŒndet und erhĂ€lt ihre RechtsfĂ€higkeit mit Ausstellung des Certificate of Incorporation fĂŒr die Gesellschaft durch das Companies House.

GemĂ€ĂŸ nunmehr gĂ€ngiger Rechtsprechung des EuropĂ€ischen Gerichtshofs (EuGH) ist es gestattet, sich innerhalb der MitgliedslĂ€nder der EuropĂ€ischen Union auch Gesellschaftsformen aus anderen EU-Staaten zu bedienen. Im Rahmen dieser Niederlassungsfreiheit sind in Deutschland bereits ĂŒber 30.000 Ltd. geschĂ€ftlich aktiv.

GegenĂŒber hiesigen Kapitalgesellschaften bietet die Ltd. den Vorteil, dass deren GrĂŒndung sehr schnell, gegebenenfalls sogar binnen 24 Stunden möglich ist, wĂ€hrend die GrĂŒndung einer Kapitalgesellschaft in Deutschland einen Vorgang darstellt, der sich ĂŒber mindestens mehrere Wochen hinzieht.

Auch kann das Nominalkapital einer Ltd. im Gegensatz zu einer deutschen GmbH (mindestens 25.000 EUR) frei gewĂ€hlt und somit sehr niedrig (mindestens ein britisches Pfund) angesetzt werden. Zudem können im Gegensatz zur deutschen GmbH, bei welcher Änderungen in der GeschĂ€ftsfĂŒhrung, in der Teilhaberschaft oder im Gesellschaftsvertrag eine notarielle Beurkundung erfordern, bei der Ltd. solche Änderungen durch einfache schriftliche Benachrichtigung oder eine Online-Meldung ans britische Handelsregister durchgefĂŒhrt werden.

Das Betreiben einer Ltd. kann indessen auch nachteilige Auswirkungen mit sich fĂŒhren, so dass vor der Wahl einer solchen Gesellschaftsform dringend eine Beratung ĂŒber deren tatsĂ€chliche, rechtliche und steuerliche Rahmenbedingen in Anspruch genommen werden sollte.

Zu den Anforderungen an das Betreiben einer Ltd. gehört beispielsweise, dass die Gesellschaft ein Registered Office im Vereinigten Königreich benötigt, auch wenn sich die Hauptverwaltung der Gesellschaft in einem anderen Mitgliedsstaat der EU befindet. Dieses Registered Office ist die alleinige Kontaktadresse fĂŒr britische Behörden, weshalb es sich hierbei um eine zustellfĂ€hige Adresse in England, Wales oder Schottland handeln muss. Ein Postfach genĂŒgt diesen Anforderungen nicht.

WÀhrend die GeschÀftstÀtigkeit der Ltd. dem Recht des Staates unterliegt, auf dessen Territorium sich die Hauptverwaltung oder eine entsprechende Niederlassung befindet, werden die Vertretungsbefugnisse der Organe im InnenverhÀltnis nach dem Recht des Vereinigten Königreichs behandelt.

Eine in Deutschland ansÀssige Ltd. muss ihre Steuerbilanz nach deutschem Recht erstellen und wird steuerlich wie eine deutsche Kapitalgesellschaft behandelt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft muss parallel dazu im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden, wĂ€hrend zudem die Ergebnisse der GeschĂ€ftstĂ€tigkeit in der vorgeschriebenen Form gemĂ€ĂŸ IFRS und UK-GAAP den britischen Steuerbehörden und beim britischen Handelsregister einzureichen sind.

Vor GrĂŒndung einer Ltd., welche in Deutschland geschĂ€ftlich aktiv werden soll, gilt es daher, sich der Anwendbarkeit zweier unterschiedliche Rechtssysteme zu vergegenwĂ€rtigen.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t Sie umfassend zu den Vorteilen und Risiken einer Ltd.

Wir analysieren, ob eine Ltd. vor dem Hintergrund Ihrer unternehmerischen Ziele eine geeignete Rechtsform darstellt und informieren Sie umfassend ĂŒber die tatsĂ€chlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, Anforderungen und Besonderheiten einer solchen Gesellschaftsform.

Auf Basis unserer umfangreichen Expertise und internationalen Erfahrung auf dem Gebiet des britischen Gesellschafts- und Steuerrechts gewÀhrleisten wir die optimale Umsetzung Ihrer wirtschaftlichen Interessen.

Wir begleiten und beraten Sie von der Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrages ĂŒber die entsprechend GrĂŒndung der Gesellschaft und den erforderlichen EintrĂ€gen im Vereinigten Königreich bis hin ĂŒber Gesellschafterwechsel und eine gegebenenfalls vorzunehmende Auflösung. SelbstverstĂ€ndlich stehen wir Ihnen auch als zuverlĂ€ssiger Ansprechpartner im Rahmen des Praxisbetriebs Ihrer Ltd. zur VerfĂŒgung.

Aktiengesellschaft - AG

Bei der Aktiengesellschaft (AG) handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft, welche als solche TrÀgerin von Rechten und Pflichten ist. Die rechtlichen VerhÀltnisse einer AG werden durch das Aktiengesetz definiert.

UnabhÀngig vom tatsÀchlichen wirtschaftlichen BetÀtigungsfeld gilt die AG stets als Handelsgesellschaft und somit Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuchs.

Das Grundkapital einer AG betrĂ€gt gemĂ€ĂŸ § 7 AktG mindestens 50.000 EUR, welches entsprechend § 1 Abs. 2 AktG in Aktien fĂŒr die Anteilseigner / AktionĂ€re der AG zu teilen ist.

Die AG haftet fĂŒr Verbindlichkeiten mit ihrem Gesellschaftsvermögen. Dementsprechend haften die Anteilseigner der AG nicht persönlich, sondern tragen vielmehr das Risiko eines Wertverlustes ihre Anteile / Aktien.

Die Leitung der AG obliegt gemĂ€ĂŸ § 76 Abs. 1 AktG dem Vorstand.

Bedingt durch den Umstand, dass eine AG den Rahmenbedingungen und Bedingungen des Aktiengesetzes unterliegt und Abweichungen von diesem kaum zulĂ€ssig sind, empfiehlt es sich, vor GrĂŒndung einer AG umfassenden qualifizierten Rechtsrat in Bezug auf die Regelungen und Besonderheiten des deutschen Aktienrechts einzuholen.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t Sie umfassend in Bezug auf die gegebenen Möglichkeiten und Risiken einer AG.

Wir unterstĂŒtzen und begleiten Sie bei der GrĂŒndung einer AG, der Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrages, im Falle von Gesellschafterwechseln sowie bei einer gegebenenfalls erforderlichen Auflösung der Gesellschaft und stehen Ihnen selbstverstĂ€ndlich auch als zuverlĂ€ssiger Ansprechpartner im Rahmen des Praxisbetriebs Ihrer AG zur VerfĂŒgung.

EuropÀische Gesellschaft - SE

Die EuropĂ€ische Gesellschaft (Societas Europaea – SE) stellt eine vereinheitlichte Rechtsform fĂŒr Aktiengesellschaften im EuropĂ€ischen Wirtschaftsraum dar.

Die SE ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit. Das Mindestkapital betrÀgt 120.000 EUR, welches wie bei der AG in Aktien zerlegt ist, deren Anteilseigner nur bis zur Höhe des gezeichneten Kapitals haften. Die SE muss ihren Sitz in einem Staat der EU oder des EuropÀischen Wirtschaftsraums vorweisen.

FĂŒr die GeschĂ€ftsfĂŒhrung einer SE bestehen zwei Modelle. Im Rahmen des dualistischen Systems fĂŒhrt der Vorstand der SE unter der Kontrolle des Aufsichtsrats die GeschĂ€fte, wĂ€hrend im Rahmen des monistischen Systems ein Verwaltungsrat in eigener Verantwortung diese Aufgabe wahrnimmt.

Eine SE kann im Wege der Umwandlung einer nationalen Aktiengesellschaft, durch den Zusammenschluss von bestehenden Gesellschaften, durch GrĂŒndung einer Holding-Gesellschaft oder durch GrĂŒndung einer gemeinsamen Tochtergesellschaft durch mehrere Gesellschaften entstehen.

Durch das Gesetz zur EinfĂŒhrung der EuropĂ€ischen Gesellschaft (SE-EinfĂŒhrungsgesetz) wurden im Jahr 2004 die rechtlichen Grundlagen fĂŒr eine SE auch in der Bundesrepublik Deutschland geschaffen.

Die Rechtsform der SE eignet sich insbesondere fĂŒr Expansionen oder Neuordnungen ĂŒber LĂ€ndergrenzen hinweg, da FormalitĂ€ten fĂŒr Tochtergesellschaften in den Einzelstaaten obsolet werden. Zudem ermöglicht die Struktur einer SE die Vereinfachung von grenzĂŒberschreitenden M&A-Transaktionen und eine Sitzwahl aus rein wirtschaftlichen Überlegungen heraus.

Zunehmend nutzen auch mittelstÀndische Unternehmen die Gesellschaftsform der SE im Interesse internationaler Marktauftritte.

Vor dem Hintergrund des internationalen Charakters einer SE und der daraus folgenden uneinheitlichen steuerlichen Behandlung in den verschiedenen Mitgliedsstaaten der EU sowie der einer grenzĂŒberschreitenden TĂ€tigkeit der SE geschuldeten Pflicht zur BerĂŒcksichtigung europarechtlicher Vorschriften empfiehlt es sich, vor der Entscheidung fĂŒr die Gesellschaftsform einer SE umfassenden und qualifizierten Rechtsrat in Bezug auf die Regelungen und Besonderheiten europarechtlicher Rahmenbedingungen einzuholen.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t Sie umfassend zu den Vorteilen und Risiken der GrĂŒndung einer SE.

Wir analysieren, ob eine SE vor dem Hintergrund Ihrer unternehmerischen Ziele eine geeignete Rechtsform darstellt und informieren Sie umfassend ĂŒber die tatsĂ€chlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, Anforderungen und Besonderheiten einer solchen Gesellschaftsform.

Auf Basis unserer umfangreichen Expertise und internationalen Erfahrung auf dem Gebiet des europÀischen Gesellschafts- und Steuerrechts gewÀhrleisten wir die optimale Umsetzung Ihrer wirtschaftlichen Interessen.

Wir begleiten und beraten Sie von der Ausgestaltung einer Satzung ĂŒber die entsprechende GrĂŒndung der Gesellschaft bis hin ĂŒber Gesellschafterwechsel und eine gegebenenfalls vorzunehmende Auflösung. SelbstverstĂ€ndlich stehen wir Ihnen auch als zuverlĂ€ssiger Ansprechpartner im Rahmen des Praxisbetriebs Ihrer SE zur VerfĂŒgung.

Organhaftung von GeschĂ€ftsfĂŒhrern, VorstĂ€nden und AufsichtsrĂ€ten

GeschĂ€ftsfĂŒhrer, VorstĂ€nde und Aufsichtsratsmitglieder von Kapitalgesellschaften unterliegen dem immerwĂ€hrenden Risiko, im Rahmen der fĂŒr sie geltenden Haftungsvorschriften einer strafrechtlichen Verfolgung oder persönlichen Inanspruchnahme in Form von RegressansprĂŒchen im InnenverhĂ€ltnis oder Schadenersatzforderungen im AußenverhĂ€ltnis ausgesetzt zu werden.

Die Verletzung von Informations- oder Meldepflichten, die satzungswidrige Verwendung von Mitteln, die Verletzung von Steuer- oder Sozialversicherungspflichten und Fehlverhalten bei Krisen oder Insolenzen sind nur einige Beispiele, welche eine Haftung der entsprechenden Organe begrĂŒnden können.

Dabei können sich HaftungstatbestĂ€nde fĂŒr Organe sowohl durch aktives Tun, aber auch durch Unterlassen oder verzögertes Agieren verwirklichen. Erschwert wird die Stellung von Organen zudem durch eine Beweislastumkehr zu deren Ungunsten im Rahmen der Innenhaftung.

Die Pflichten von GeschĂ€ftsfĂŒhrern, VorstĂ€nden und Aufsichtsratsmitgliedern werden in verschiedenen Gesetzen wie dem GmbH-Gesetz (GmbHG), dem Aktiengesetz (AktG), dem BĂŒrgerlichen Gesetzbuch (BGB), dem Handelsgesetzbuch (HGB), der Insolvenzordnung (InsO) oder auch dem Strafgesetzbuch (StGB) normiert.

Organe von Kapitalgesellschaften sind grundsĂ€tzlich zu einer ordnungsgemĂ€ĂŸen UnternehmensfĂŒhrung verpflichtet und haben in Angelegenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen GeschĂ€ftsmannes anzuwenden.

Vor dem Hintergrund der Vielzahl von Gesetzen und ergÀnzender Haftungsregelungen in AnstellungsvertrÀgen und begleitenden Vereinbarungen in Bezug auf die persönliche Haftung von Organen empfiehlt sich dringend eine rechtliche Begleitung auf dem Weg durch diese komplexe Materie.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t Sie umfassend in Bezug auf Rechte und Pflichten von Organen und die notwendigen Maßnahmen, um Sie vor einer persönlichen Inanspruchnahme zu schĂŒtzen.

Wir begleiten Sie von der Ausgestaltung und PrĂŒfung Ihres Dienstvertrages ĂŒber die Implementierung von Compliance Management Systemen bis hin zur Beratung in Bezug auf D&O-Versicherungen und die Abwehr von persönlichen HaftungsansprĂŒchen.

Vorstand

Das oberste Organ einer Aktiengesellschaft ist der Vorstand. Diesem obliegt die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung der Gesellschaft sowie die Leitung der GeschĂ€fte derselben.

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Aufsichtsrat

Das deutsche Aktiengesetz schreibt die Bildung eines Aufsichtsrats fĂŒr eine AG zwingend vor. PrimĂ€re Aufgabe des Aufsichtsrats ist die Überwachung des Vorstands der AG gemĂ€ĂŸ § 111 AktG.

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Abberufung von GeschĂ€ftsfĂŒhrern

In der tĂ€glichen Unternehmenspraxis fĂŒhrt eine Abberufung eines GeschĂ€ftsfĂŒhrers hĂ€ufig zu Rechtsstreitigkeiten.

Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer eine Gesellschaft wird einerseits durch entsprechenden Gesellschafterbeschluss bestellt und steht andererseits in einem AnstellungsverhĂ€ltnis zu der Gesellschaft.

In der Vielzahl gĂ€ngiger GesellschaftsvertrĂ€ge ist die Abberufung von GeschĂ€ftsfĂŒhrern bei Vorliegen eines wichtigen Grundes, wie z. B. Inkompetenz oder grober Pflichtverletzung, geregelt. Derartige GrĂŒnde werden zumeist auch begleitend bei der KĂŒndigung des entsprechenden Anstellungsvertrages angefĂŒhrt.

Rechtsstreitigkeiten auf Grund von unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen lassen sich durch entsprechende vorbeugende Regelungen in AnstellungsvertrÀgen und Gesellschaftssatzungen verhindern oder zumindest minimieren.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t und begleitet Sie bei der Berufung von GeschĂ€ftsfĂŒhrern und der rechtlichen Ausgestaltung entsprechender AnstellungsverhĂ€ltnisse, wie auch bei notwendigen Abberufungen und KĂŒndigungen und gegebenenfalls hieraus resultierenden Arbeitsgerichtsprozessen.

Directors and Officers-Versicherung - D&O

Bei der Directors and Officers Versicherung (D&O) handelt es sich um eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung fĂŒr Gesellschaftsorgane wie GeschĂ€ftsfĂŒhrer, VorstĂ€nde und AufsichtsrĂ€te, welche im Falle von Pflichtverletzungen bei der AusĂŒbung ihrer TĂ€tigkeiten den entsprechenden Gesellschaften auf Schadenersatz haften.

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Private Equity/Venture Capital

Wir beraten Sie im Rahmen geplanter Beteiligungen in Form von Private Equity oder Venture Capital von der Fondsstrukturierung bis hin zu Exit-Strategien.

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Rechtsgebiete

Wertpapieraufsichtsrecht

Vor dem öffentlichen Angebot von Wertpapieren und deren Zulassung zu einem Handel an einem organisierten Markt oder einem geschlossenen Fonds ist in Deutschland ein entsprechender Prospekt zu veröffentlichen, welcher Anleger vor einer Anlageentscheidung in die Lage versetzt, sich mit den notwendigen Informationen in Bezug auf den Emittenten und das Wertpapier auszustatten.

Es ist Anbietern von entsprechenden Prospekten vor dem Hintergrund bestehender Prospekthaftung dringend anzuraten, sich vor Veröffentlichung eines solchen in Bezug auf dessen Gestaltung und Ausformulierung anwaltlich beraten zu lassen.

Zudem ist allen Beteiligten am Wertpapierhandel, sei es durch Beteiligung an börsennotierten Unternehmen oder als Emittent, zu empfehlen, sich ĂŒber gegebene Melde-, Anzeige- und Veröffentlichungspflichten zu informieren und die gesetzlich normierten Grenzen des Wertpapierhandels zu beachten. Auf Grund der zunehmenden PrĂ€gung des Wertpapierhandels durch internationale EinflĂŒsse und Standards sowie regelmĂ€ĂŸige Reformen unterliegt der Wertpapierhandel stĂ€ndigen Wechseln und Umstrukturierungen, welche zu einem fortlaufenden Aktualisierungsbedarf in Bezug auf rechtliche Rahmengegebenheiten und geltendes Recht fĂŒhren.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t Sie umfassend zu allen Aspekten des Wertpapier- und Wertpapieraufsichtsrechts, unterstĂŒtzt und begleitet Sie bei der umfassenden Konzeption und Gestaltung von Prospekten sowie Ihrem Gang an die Börse.

Vereinsrecht

Bei einem Verein im Sinne des BGB (§§ 21 ff. BGB) finden sich Mitglieder fĂŒr eine gewisse Dauer zu einem gemeinsamen Zweck und unter einem gemeinsamen Namen zusammen.

Soweit der Verein keinen verbotenen Zweck verfolgt, unterliegt dessen Bildung keinen BeschrÀnkungen.

Vereine unterscheiden sich in eingetragene, nicht eingetragene und wirtschaftliche Vereine.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Vereine RechtsfÀhigkeit erlangen.

Ein Verein, dessen Zweck nicht auf einen wirtschaftlichen GeschĂ€ftsbetrieb gerichtet ist, erlangt gemĂ€ĂŸ § 21 BGB RechtsfĂ€higkeit durch Eintragung in das Vereinsregister des zustĂ€ndigen Amtsgerichts.

Ein Verein, dessen Zweck auf einen wirtschaftlichen GeschĂ€ftsbetrieb gerichtet ist, erlangt gemĂ€ĂŸ § 22 BGB in Ermangelung besonderer bundesgesetzlicher Vorschriften RechtsfĂ€higkeit durch staatliche Verleihung. Die Verleihung steht dem Land zu, in dessen Gebiet der Verein seinen Sitz hat.

FĂŒr Vereine ohne RechtsfĂ€higkeit finden gemĂ€ĂŸ § 54 BGB die Vorschriften fĂŒr das Recht der Gesellschaft bĂŒrgerlichen Rechts (GbR) entsprechende Anwendung.

Voraussetzung fĂŒr die Eintragung eines rechtsfĂ€higen Vereins ist gemĂ€ĂŸ § 56 BGB eine Anzahl von mindestens sieben Vereinsmitgliedern und eine Satzung, welche insbesondere die Befugnisse des Vereinsvorstands definiert.

Nicht rechtsfĂ€hige Vereine bedĂŒrfen mindestens einer Anzahl von zwei GrĂŒndungsmitgliedern, wobei eine schriftliche Satzung entbehrlich ist.

Ein Verein wird durch den Vorstand vertreten.

FĂŒr von seinem Vorstand begrĂŒndete Verbindlichkeiten eines Vereins haftet grundsĂ€tzlich der Verein mit seinem Vereinsvermögen und nicht dessen Mitglieder mit ihrem Privatvermögen. Allerdings sind Durchgriffshaftungen die Vorstandsmitglieder eines Vereins möglich.

GemĂ€ĂŸ § 54 BGB haften die Vorstandsmitglieder und Vertreter von nicht rechtsfĂ€higen Vereinen persönlich aus einem RechtsgeschĂ€ft, welches im Namen des Vereins einem Dritten gegenĂŒber vorgenommen wird.

Begehen Mitglieder des Vereins in Ihrer Eigenschaft als Organ des Vereins eine unerlaubte Handlung, so sind ebenfalls persönliche HaftungstatbestÀnde möglich. In derartigen FÀllen haften sowohl der Verein, wie auch das einzelne Mitglied persönlich.

Ohne RĂŒcksicht auf ihre Rechtsform unterliegen Vereine der Körperschaftssteuer. Wirtschaftliche Vereine sind zudem gewerbesteuerpflichtig.

Im unternehmerischen Bereich unterliegen Vereine zudem der Umsatzsteuer. Stellt der Verein seinen Mitgliedern Leistungsangebote zur VerfĂŒgung (z.B. Sportverein), so sind auch die MitgliederbeitrĂ€ge umsatzsteuerpflichtig.

Dennoch kann sich die GrĂŒndung eines Vereins in steuerlicher Hinsicht als sinnvoll erweisen. GemeinnĂŒtzige Vereine können beispielsweise UmsatzsteuervergĂŒnstigungen beanspruchen. Zudem kommen weitere Steuererleichterungen durch mögliche Befreiungen von der Körperschafts- und Gewerbesteuer in Betracht.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t Sie umfassend zu allen Aspekten des Vereinsrechts und begleitet Sie von der GrĂŒndung eines Vereins ĂŒber die Verfassung einer Satzung bis hin zur Eintragung und möglichen spĂ€teren Auflösung. Wir stehen Ihnen bei haftungsrelevanten Fragen ebenso zur Seite, wie bei der Gestaltung eines optimierten Steuermodells fĂŒr Ihren Verein.

Verbandsrecht

Ein freiwilliger Zusammenschluss von natĂŒrlichen oder juristischen Personen zur Verfolgung gemeinsamer Zwecke wird als Verband bezeichnet. VerbĂ€nde stellen soziale Interessengruppen (Interessenverband) dar und dienen der BĂŒndelung der Interessen der einzelnen Mitglieder zum Erreichen gemeinsamer Ziel- oder Wertvorstellungen. VerbĂ€nde existieren und agieren in sĂ€mtlichen Gesellschafts- und GeschĂ€ftsbereichen.

In den meisten FĂ€llen verfĂŒgen VerbĂ€nde ĂŒber eine feste interne Organisationsstruktur auf Basis einer Satzung. Damit sind sie im Ergebnis auch Vereine. Die meisten VerbĂ€nde wĂ€hlen die Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Die Vorschriften fĂŒr die GrĂŒndung und Auflösung eines Vereins werden dementsprechend auf diese VerbĂ€nde angewendet.

Es handelt sich beim Verbandsrecht dennoch um eine derart komplexe Materie, so dass vor GrĂŒndung eines Verbandes eine umfassende Rechtsberatung unerlĂ€sslich ist.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t Sie umfassend in allen Bereichen des Verbandsrechts. Wir unterstĂŒtzen und begleiten Sie bei der GrĂŒndung eines Verbandes, der Erstellung einer Satzung und beraten Sie umfassend in allen relevanten Haftungsfragen.

Stiftungsrecht

Bei einer Stiftung handelt es sich um ein Institut, mit welcher ein Stifter einen festgelegten Zweck mit Hilfe eines Vermögens verfolgt und bei dem dieses Vermögen auf Dauer erhalten bleibt.
Eine Stiftung kann in öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Form errichtet werden und zu jedem Zweck erfolgen, so lange dieser legal ist. Ein Großteil von Stiftungen dient gemeinnĂŒtzigen Zwecken und kommt der Allgemeinheit zugute.
Durch die Möglichkeit von privatnĂŒtzigen Stiftungen können auch Stiftungen gegrĂŒndet werden, welche ausschließlich einem bestimmten Personenkreis zugute kommen sollen, wie beispielsweise im Fall der sogenannten Familienstiftung, bei der BegĂŒnstigte der Stiftung die Familienangehörigen des Stifters sind.
Durch das Instrument der Familienstiftung können Erbschaftsstreitigkeiten vermieden und vorhandene Vermögenswerte gesichert werden. Zudem können Angehörige mittels einer Familienstiftung dauerhaft versorgt werden.
Eine Stiftung besitzt keine mitgliedschaftliche Struktur. In der Regel verfĂŒgt eine Stiftung ĂŒber eine Satzung, welche die Art und den Zweck derselben definiert. Eine Stiftung verfĂŒgt ĂŒber keine Mitglieder und unterliegt in Deutschland der staatlichen Stiftungsaufsicht. Die Stiftung wird vertreten durch den Vorstand.
Das Modell der Stiftung als VermögensbĂŒndelung zur Förderung eines bestimmten Zwecks findet zunehmend Verbreitung. Stiftungen können steueroptimiert ausgestaltet und können von Rechtsnachfolgern oder nachfolgenden Generationen nicht mehr geĂ€ndert werden.
Neben rechtlich selbstÀndigen Stiftungen zur Manifestierung einer Förderabsicht existieren stiftungsnahe Zuwendungsformen wie Schenkungen unter Auflagen oder Spenden.
Vor dem Hintergrund des komplexen und sehr umfassenden Rechtsgebiets des Stiftungsrechts wird vor Errichtung einer Stiftung dringend eine umfassende vorherige rechtliche Beratung empfohlen.
Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t Sie zu den Möglichkeiten im Rahmen von Stiftungen und stiftungsnahen Zuwendungsformen.
Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir ein Stiftungsmodell, welches Ihren Interessen und Zielvorgaben entspricht, gestalten die erforderlichen GrĂŒndungsdokumente und VertrĂ€ge und begleiten Sie bei der Umsetzung der Stiftung und deren anschließender TĂ€tigkeit.

Immobilienwirtschaftsrecht (Real Estate)

Das Immobilienwirtschaftsrecht reicht von Immobilientransaktionen, wie dem Erwerb und der VerĂ€ußerung von Immobilien, ĂŒber Projektentwicklungen, wie steuerliche und gesellschaftsrechtliche Strukturierungen und das Einholen von Baugenehmigungen, bis hin zum gewerblichen Miet- und Pachtrecht inklusive der Gestaltung von Pacht- und MietvertrĂ€gen.

Weitere Themenschwerpunkte bilden die VerĂ€ußerung von Immobilien bei gleichzeitiger RĂŒckanmietung im Sale-and-Lease-back-Verfahren, die Gestaltung und Verhandlung von GrundstĂŒcks- oder AnteilskaufvertrĂ€gen oder ErbbaurechtsvertrĂ€gen, der Abschluss von Projektmanagement- und ProjektentwicklungsvertrĂ€gen sowie die Entwicklung und Verhandlung von Finanzierungsmodellen.

Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t und begleitet Sie in allen Bereichen des Immobilienwirtschaftsrechts.

Wir beraten Sie zudem bei Immobilieninvestments, bei der Refinanzierung und Restrukturierung von Einzelimmobilien und Immobilienportfolios, bei An- und VerkÀufen von Immobilien sowie bei immobilienrechtlichen Fragen des Kapitalmarktes und begleiten Sie bei BörsengÀngen und anderen Kapitalmarkttransaktionen.

Vertriebsrecht

Das Vertriebsrecht dient der Absatzorganisation von Waren und Dienstleistungen und regelt beispielsweise die RechtsverhĂ€ltnisse zwischen Herstellern und Lieferanten, Unternehmern und Handelsvertretern oder Versicherungen und Versicherungsvertretern. Die Beziehungen zum Endkunden in seiner Eigenschaft als KĂ€ufer, Versicherungsnehmer etc. werden regelmĂ€ĂŸig nicht als Teil des Vertriebsrechts angesehen.

Das Vertriebsrecht besteht nicht aus einem zusammenhÀngenden Regelwerk, sondern aus anwendbaren Vorschriften aus den Bereichen des BGB, des HGB und des EGBGB. ErgÀnzt wird das Vertriebsrecht durch Normierungen aus den Bereichen des Wettbewerbs-, Kartell- und Datenschutzrechts sowie des Europarechts.

Im Rahmen des Vertriebs von Waren und Dienstleistungen gilt es vor diesem Hintergrund neben betriebswirtschaftlichen Anforderungen auch den rechtlichen Erfordernissen angemessen Rechnung zu tragen.
Unser interdisziplinĂ€res Team aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern berĂ€t seit Jahren nationale und internationale Unternehmen und Organisationen bei der Planung und Implementierung von Vertriebssystemen.

Maßgeschneidert auf das Anforderungsprofil Ihrer Waren und Dienstleistungen entwickeln wir ein wirtschaftlich und rechtlich adĂ€quates Vertriebssystem fĂŒr Ihr gegebenes Marktumfeld.

Wir beraten und begleiten Sie, angefangen von der Ausgestaltung der vertraglichen Grundlagen ĂŒber die Umsetzung in die unternehmerische Praxis bis hin zur Vertretung in außergerichtlichen, gerichtlichen und schiedsgerichtlichen Rechtsstreitigkeiten.

Ebenso stehen wir Ihnen unterstĂŒtzend zur Seite, wenn Sie neue Vertriebsgebiete erschließen oder beendete VertriebsvertrĂ€ge abwickeln mĂŒssen und sich entsprechenden AusgleichsansprĂŒchen ausgesetzt sehen.

Unsere gesellschaftsrechtliche Beratung fĂŒr Ihren Erfolg

Wir verstehen unter Gesellschaftsrecht nicht nur das klassische Gesellschaftsrecht, sondern auch das umfÀngliche Recht der Personen- und Kapitalgesellschaften, Unternehmenstransaktionen und Umwandlungen. Dabei verlieren wir niemals die steuerliche Gesamtgestaltung aus dem Blick.

Jeden Tag entwickelt sich Ihr Unternehmen und jeden Tag können Sie vor Entscheidungen in Bezug auf eine Expansion, eine Umstrukturierung, eine Fusion oder sogar einen Börsengang gestellt werden. Im Rahmen solcher Entscheidungen benötigen Sie Berater, die Ihnen bei der Ausgestaltung Ihrer Rechte zur Seite stehen und nicht als BedenkentrÀger auftreten.

Vor diesem Hintergrund erstreckt sich unsere Beratung auf sĂ€mtliche Phasen Ihrer unternehmerischen TĂ€tigkeit, angefangen von der Wahl der geeigneten Rechtsform ĂŒber die GrĂŒndung der Gesellschaft bis zur Ausgestaltung des Gesellschaftervertrages und der Beendigung oder VerĂ€ußerung des Unternehmens. SelbstverstĂ€ndlich stehen wir Ihnen auch bei sĂ€mtlichen Fragestellungen wĂ€hrend des operativen Betriebs des Unternehmens zur Seite. Dabei ist unser multidisziplinĂ€rer Beratungsansatz von entscheidendem Vorteil.

Wir entwickeln fĂŒr Sie gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen, optimieren die steuerrechtliche Organisation Ihres Unternehmens oder passen komplizierte Akquisitionsstrukturen fĂŒr Investoren an Ihre aktuellen BedĂŒrfnisse an.

DarĂŒber hinaus ĂŒberprĂŒfen wir fĂŒr Sie bestehende VertrĂ€ge mit Vertriebspartnern, Lieferanten und Kunden und optimieren diese gegebenenfalls. Wie begleiten Sie bei der Erschließung neuer MĂ€rkte und stellen durch die Gestaltung rechtssicherer VertrĂ€ge sicher, dass entsprechende Risiken auch bei grenzĂŒberschreitenden Expansionen im Vorhinein ausgeschlossen werden.

Basierend auf unserer langjĂ€hrigen Erfahrung hinsichtlich gesellschaftsrechtlicher Gestaltungen und unseren Kenntnissen der BedĂŒrfnisse und Anforderungen des Mittelstands entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen kreative Lösungen mit der entsprechenden juristischen PrĂ€zision.

Eine der Kernkompetenzen unseres interdisziplinĂ€ren Teams aus WirtschaftsprĂŒfern, RechtsanwĂ€lten und Steuerberatern sind gesellschaftsrechtliche Gestaltungen. Dabei erarbeiten wir Lösungen fĂŒr die unterschiedlichsten gesellschaftsrechtlichen Anforderungen sowohl fĂŒr kleine und mittlere Unternehmen wie auch internationale Konzerne.