IT Due Diligence

16:31 14 Dezember in Governance, Risk & Compliance, IT-Audit

Im Rahmen von Unternehmenskäufen sind Due Diligence-Prüfungen von existenzieller Bedeutung und machen dementsprechend einen wesentlichen Analysebestandteil aus.

Eine professionell konzipierte und durchgeführte IT Due Diligence-Prüfung verringert das Risiko von Fehlinvestitionen drastisch und führt gleichermaßen zu einer deutlichen Kostenreduzierung.

Bereits in der Phase vor dem eigentlichen Zukauf müssen die Daten, Geschäftsprozesse und Rechtsbeziehungen der Zielgesellschaft einer systematischen und detaillierten Prüfung zugeführt werden. In diesem Zusammenhang sind auch zwangsnotwendig die eingesetzten IT-Systeme und technologischen Infrastrukturen des Unternehmens im Wege einer IT Due Diligence-Prüfung zu untersuchen.

Für den Erhalt eines umfassenden Überblicks über den strategischen Nutzen und Wert der vorhandenen Infrastruktur der Zielgesellschaft muss deren IT-Infrastruktur und Systematik erfasst, aufgenommen und beurteilt werden.

Werden Schwächen im IT-Bereich und systemimmanente Risiken identifiziert, stellen dies gute Argumente für entsprechende Nachlässe beim Kaufpreis dar. Sind die Schwächen in der zu übernehmenden IT-Infrastruktur jedoch zu schwer und vielfältig, dürfte sich ein Absehen von der geplanten Übernahme empfehlen.

Es ist aus der Sicht des Kaufinteressenten zu prüfen, inwiefern und mit welchen möglichen Hindernissen sich die in der Zielgesellschaft vorhandene IT-Infrastruktur und IT–Umgebung in die IT-Struktur des Übernehmers integrieren lassen.

Von besonderer Bedeutung ist, ob und in welchem Umfang bei einer Übernahme und Verbindung der IT-Strukturen beider Unternehmen Anpassungsmaßnahmen notwendig werden würden.

Ist der IT-Bereich der Zielgesellschaft erfasst und geprüft, ergibt sich eine Übersicht über potentielle Schnittstellen sowie gegebenenfalls notwendige Zusatzinvestitionen im Fall einer Übernahme.

Die Fokussierung einer IT Due Diligence-Prüfung liegt im Wesentlichen auf den folgenden Prüfungsfeldern:

  • IT-Risiken (Sicherheit, Stabilität, Ordnungsgemäßheit, Verfügbarkeit etc.)
  • IT-Kapazitäten (Performance, Infrastruktur, Anwendungen, IT-Organisation, IT-Personal etc.)
  • IT-Finanzbedarf (Budget- und Investitionsplanung, finanzielle Verpflichtungen auslaufenden Verbindlichkeiten etc.)
  • IT-Integration (potentielle Synergien, Kompatibilität, Vereinbarkeit von IT-Strategien, Kosten- und Nutzen-Analysen etc.)
  • IT-Projekte (Stand der Projekte, geplante Projekte, abgeschlossene Projekte etc.)

WPNO verfügt mit seinem interdisziplinären Team aus Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten über die nötige Fachexpertise sowie die methodische Kompetenz für die Konzeption und Umsetzung von IT Due Diligence-Prüfungen.